Unterpforte

Willkommen im alten Dietzenbach. Nach der ältesten Ansicht aus dem Jahre 1572 befand sich hier ein mit Schießscharten versehener starker Torbau, von dem der nördliche Ein- und Ausgang des Dorfes Tag und Nacht überwacht werden konnten. Vor dem Tor bildeten ein starker Zaun und ein Schlagbaum ein zusätzliches Hindernis, an dem der Torwächter Waren und Personen kontrollieren konnte. Zur weiteren Abwehr umzog ein tiefer Graben, mit einem hohen, mit undurchdringlichem Dornengestrüpp bewachsener Erdwall, das ganze Dorf. Die Wehrhaftigkeit des Dorfes wurde noch dadurch gesteigert, dass die Außenwände der am Wallgraben angrenzenden Scheunen fest aneinander gefügt waren und dadurch eine Art Mauer bildeten. In schweren Kriegszeiten blieb den Bewohnern jedoch nichts Anderes übrig, als hinter den starken Steinmauern von Dreieichenhain oder Babenhausen Schutz zu suchen. Die Unterpforte zerfiel Ende des 18. Jahrhunderts.